Bis zu zwölf Prozent der Erwachsenen, die in Deutschland in eine Klinik aufgenommen werden, geben an, eine Penicillinallergie zu haben. Auch bei etwa sechs Prozent der Kinder berichten die Eltern von einer angenommenen Allergie – in mehr als 90 Prozent der Fälle ist diese Annahme aber falsch.
Das Penicillin Allergie Netzwerk Deutschland (PANDA) hat deshalb einen Penicillinallergie-Delabeling-Pass entwickelt, der dokumentiert, wenn eine Penicillinallergie sicher widerlegt wurde.
Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI). Der Pass ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet und wurde mit der DGI, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) konsentiert.
“Der Pass dient als persönlicher Nachweis, den Patientinnen und Patienten sowie deren Eltern bei zukünftigen Arztkontakten oder Krankenhausaufenthalten vorlegen können. Zusätzlich enthält er eine Einlegerkarte für die hausärztliche und kinderärztliche Praxis. Diese soll die Aktualisierung der Allergiedokumentation unterstützen und verhindern, dass ein bereits ausgeräumter Verdacht erneut in die (elektronische) Patientenakte übernommen wird.”
red
