Dass die Landesregierung am 11. August einen Demenzplan vorgestellt hat, begrüßt der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig warnt der Verband vor drohenden Versorgungslücken.
“Der Plan setzt ein wichtiges Zeichen für die wachsende Bedeutung des Themas Demenz in unserer alternden Gesellschaft”, betont Dr. Stefan Zutz, Vorsitzender des Verbands. “Als Hausärztinnen und Hausärzte versorgen wir den Großteil der Betroffenen – ob in der eigenen Häuslichkeit, in Wohngruppen oder Pflegeheimen. Die Herausforderungen werden mit dem demografischen Wandel weiter steigen.” Trotz dieser steigenden Herausforderungen hätten Krankenkassen Verträge gekündigt, kritisiert der Verband.
Dazu gehörten etablierte Versorgungsmodelle wie VERAH Care und spezielle Pflegeheimverträge. “Hier hätte sich der Demenzplan konkreter mit Lösungen befassen müssen, wie diese wegbrechende ambulante Versorgung kompensiert werden soll”, findet Zutz.
“Ohne solche Strukturen drohen Lücken in der Betreuung, die am Ende die Betroffenen und ihre Angehörigen tragen müssen.” Der Verband fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Kostenträgern und den ambulanten Versorgern praktikable Lösungen zu entwickeln.
red