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Serie Apps4DocsHausärztliche PraxisApp: Sicher und schnell mit Patienten kommunizieren

Mit der "PraxisApp – Meine hausärztliche Praxis" können Praxisteams und Patienten miteinander auf einfachem Weg kommunizieren. Das funktioniert nicht nur sehr gut, sondern entlastet auch ungemein, sagt Hausarzt Dr. Marc Metzmacher, der die App bereits seit gut vier Jahren nutzt.

Per Chat können Wiederholungsrezepte, Überweisungen oder andere Formulare bei der Praxis angefordert werden.

Für Hausarztpraxen gibt es die “PraxisApp – Meine hausärztliche Praxis” seit 2022 in Bayern und seit 2025 weitgehend bundesweit. Kinderarztpraxen nutzen ihre Version seit etwa einem Jahrzehnt, sagt Moni Traute, Projektleiterin von der Monks – Ärzte im Netz GmbH, die für die technische Umsetzung und Pflege der App zuständig ist.

Herausgeber der App sind die Landesverbände des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, deren Mitglieder die Möglichkeit haben, die App in ihren Praxen einzusetzen.

Dr. Marc Metzmacher, der im mittelfränkischen Gunzenhausen niedergelassen ist, war schon bei der Erprobung der App dabei – etwa 1.240 seiner Patientinnen und Patienten haben sie sich bereits auf ihr Smartphone heruntergeladen. Mit der App, sagt Metzmacher, können wir ganz einfach und sicher mit unseren Patientinnen und Patienten kommunizieren.

Per Chat können Wiederholungsrezepte, Überweisungen oder andere Formulare bei der Praxis angefordert werden. Terminanfragen sind ebenfalls möglich. Auch wenn Befunde anderer Praxen, Kliniken oder Gesundheitseinrichtungen vorliegen, ist eine einfache, schnelle und sichere Übermittlung möglich.

Anfragen gebündelt bearbeiten

Für Patientinnen und Patienten, die lieber telefonieren als in eine App zu schreiben, gibt es weiterhin die Möglichkeit, sich telefonisch an die Praxis zu wenden, erklärt Metzmacher.

“Die App hat für uns den großen Vorteil”, sagt er, “dass wir die Wünsche der Patientinnen und Patienten gebündelt zu dem Zeitpunkt abarbeiten können, an dem es in unseren Tagesablauf passt. Unsere MFA können schließlich nicht ständig am Telefon sitzen.” Der Praxisablauf fühle sich seit dem Einsatz der App merklich ruhiger an, dies habe sich auch schnell bemerkbar gemacht.

Es gibt zwar auch andere Produkte auf dem Markt und mit TIM soll es ja irgendwann auch in der TI einen Messenger für den direkten Austausch mit Patienten geben. Überzeugend findet Metzmacher das aber nicht. Die verfügbaren Produkte seien entweder an das eigene PVS-System gebunden, die einen Wechsel zusätzlich erschweren würden oder entsprächen nicht den Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit.

Was TIM und die TI angeht, zeigt sich Metzmacher ebenfalls ernüchtert. Schon allein der Blick auf die ePA zeige: Kaum ein Versicherter sei in der Lage, seine ePA zu bedienen, da sie viel zu kompliziert sei. “Da erwarte ich nicht mehr viel”, sagt Metzmacher.

Das ist bei der “PraxisApp – Meine hausärztliche Praxis” anders: Patientinnen und Patienten laden die App aus den Stores kostenlos auf ihr Smartphone. In wenigen weiteren Schritten müssen Eckdaten eingegeben, die Registrierung abgeschlossen sowie die eigene Hausarztpraxis herausgesucht und ausgewählt werden. Das Ganze dauert nicht mehr als fünf Minuten.

Infos direkt aus der Praxis

Über die App können Praxen auch Praxisöffnungszeiten, Urlaube und Vertretungen oder Erinnerungen etwa an Präventionsleistungen (z.B. Grippeschutzimpfungen) auf einfachem und direktem Weg mitteilen. Auch sind interaktive Tagebücher in der App verfügbar (zu Asthma, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Rheuma), die ausgefüllt einfach via Chat an die Arztpraxis geschickt werden können.

Ein wichtiger Aspekt ist für Metzmacher, der sich berufspolitisch im Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband engagiert, auch, dass er seine Patientinnen und Patienten über gesundheitspolitische Entwicklungen über die App informieren kann.

Mittlerweile kann das PraxisApp-Verwaltungssystem über eine GDT-Schnittstelle und andere Wege mit den meisten PVS-Systemen verknüpft werden. Die Verknüpfung vereinfacht das Prozedere noch einmal, sagt Metzmacher. Notwendig sei das aber nicht unbedingt. Auch die (zertifzierten) Videosprechstunden wickelt Metzmacher über die App ab. Termine, die über das Tool ebenfalls möglich wären, werden in Metzmachers Praxis nur individuell vergeben.

Bisher nutzen bundesweit etwa 300 Praxen die App, sagt Traute – da gebe es “noch viel Luft nach oben”. Das liegt wohl auch daran, dass die PraxisApp erst seit 2025 für die Mitglieder von aktuell 14 teilnehmenden Landesverbänden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes verfügbar ist; zuvor gab es sie nur in Bayern. Praxen, die die App nutzen wollen, müssen nach ihrer Registrierung erst von ihrem jeweiligen Landesverband freigeschaltet werden, erklärt Traute.

Wer mit der App starten will, erhält zu Beginn ein Paket mit 100 Patienten-Flyern und zwei DIN A2 Postern, damit die Praxis bei ihren Patienten für die App werben kann.

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